Haarausfall mit 30 - Normale Erkrankung oder seltenes Phänomen

Haarausfall mit 30 - Normale Erkrankung oder seltenes Phänomen

Wenn sich der Haarausfall zeigt, beginnt für die Betroffenen ein regelrechter Teufelskreis aus den sichtbaren Anzeichen des Haarverlusts, der Suche nach der Ursache und der mentalen Belastung. Dabei trifft es Personen, die schon mit dem Haarausfall ab 30 zu kämpfen haben, besonders schlimm. Was genau diese Form der Alopezie hervorbringt, welche Symptome sich zeigen und was Du dagegen tun kannst, darüber berichten wir im heutigen Blogbeitrag.

 

Haarausfall ab 30: Normale Erkrankung oder seltenes Phänomen

Jeder Mensch verliert pro Tag etwa 100 Haare. Dies ist ein natürlicher Prozess, welcher durch den normalen Haarwachstumszyklus unterstützt wird. Insofern Du also täglich Haare verlierst, allerdings niemals wesentlich mehr als die erwähnten 100, brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen. Anders verhält es sich, wenn der Haarverlust in größerem Ausmaß einsetzt. Obwohl hierbei viele denken, die Problematik wäre hauptsächlich an das fortschreitende Alter gebunden, ist dies ein Irrglaube. Stattdessen gibt es viele Menschen, bei denen der Haarausfall bereits ab 30 oder noch früher auftritt. Somit erweist sich die Alopezie in jungen Jahren nicht etwa als Ausnahme, sondern beschreibt eine natürliche Haarverlust-Variante, die immer häufiger zu finden ist.

 

Drei unterschiedliche Formen des Haarausfalls ab 30

Haarausfall hat viele Gesichter und ist an keine bestimmte Altersgruppe geknüpft. Auch ab 30 könnte die Alopezie bereits auftauchen und unterschiedliche Schweregrade annehmen. Hierbei gibt es drei verschiedene Ausführungen eines Haarverlusts in jungen Jahren, darunter:

  1. der genetische Haarverlust ab 30

Bei diesem Haarverlust spricht man in Fachkreisen von einer androgenetischen Alopezie. Sie befällt hauptsächlich Männer, wobei erste Symptome bereits zwischen 20 und 30 in Erscheinung treten. In Abhängigkeit von den jeweiligen Erbanlagen wird das Haar zunächst im Stirnbereich oder am Hinterkopf lichter. Ein vollständiger Haarverlust ist eher unwahrscheinlich. Als Ursache gilt Dihydrotestosteron, ein Abbauprodukt des bekannten Testosterons, wodurch sich die Wachstumsphase der Haare immer weiter verkürzt, bis es zu einem endgültigen Absterben der Haarfollikel kommt. Das Haar wird feiner, fällt aus und wächst nicht mehr nach.

  1. der kreisrunde Haarausfall ab 30

Die Alopecia Areata ist eine sehr schnell fortschreitende, ausgedehnte Haarverlust-Form, bei welcher sich kreisrunde, kahle Stellen zeigen. Sogar Kinder sind teilweise betroffen, weswegen ein solcher Haarverlust durchaus ab 30 auftreten könnte. Auslöser sind Dysbalancen des Abwehrsystems, woraufhin sich die fehlgeleiteten Abwehrzellen plötzlich gegen die Haarbestandteile richten und eine Lähmung der Haarwurzeln hervorrufen. Die Erbanlagen sind ebenfalls entscheidend.    

  1. der diffuse Haarverlust ab 30

Der diffuse Haarausfall ist eine Form, die einen festen Auslöser hat und einen Verlust der Kopfhaare über die gesamte Kopfhaut hervorbringt. Hier sind weder Hormonspiegel noch Alter oder Erbanlagen unwichtig. Oftmals gelten Hormonschwankungen durch Pubertät, Schwangerschaft oder Wechseljahre sowie die Einnahme der Anti-Baby-Pille als Auslöser. Auch Medikamente, eine Mangelernährung, Strahlentherapien oder Schilddrüsenprobleme sind potenzielle Gründe für einen diffusen Haarausfall ab 30. Nicht zuletzt tragen psychische Probleme und eine mangelnde Haarpflege, Stress sowie Leistungsdruck zu der Haarverlust-Form bei.

 

Haarausfall ab 30: Was kann ich tun?

Sobald Du einen zunehmenden Haarausfall bei Dir bemerkst, der schon ab 30 einsetzt, ist schneller Handlungsbedarf vorhanden. Je eher Du einen Dermatologen aufsuchst und mit ihm über die Problematik sprichst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du den Haarverlust erfolgreichen bekämpfen oder zumindest in seinem Verlauf minimieren kannst. Bedenke, wenn die Haare bereits ausgefallen sind und ein androgenetischer Haarausfall ab 30 vorliegt, lässt sich die Grunderkrankung zwar verlangsamen oder gar stoppen, die ausgefallenen Haare wachsen aber nie mehr nach. Warte darum nicht zu lange, sondern entscheide Dich rechtzeitig für das Gespräch mit einem Arzt. Jener führt dann ein klärendes Anamnesegespräch durch, begutachtet Deine Haarbeschaffenheit und analysiert das Problem mittels verschiedener Untersuchungsmethoden. So gibt es die Option, die Haarfollikel unter dem Mikroskop zu beobachten, eine Kopfhautbiopsie durchzuführen oder generell Deinen Gesundheitszustand (z.B. die Blutwerte) zu überprüfen.

             

Was hilft wirklich gegen Haarausfall ab 30?

Wenn Du eine gezielte Therapie gegen den Haarausfall in jungen Jahren suchst, solltest Du diese auf die Ursachen abstimmen. Gerade bei einem diffusen Haarverlust verschwinden die Symptome wieder, sobald Du den Auslöser gefunden und aufgehoben hast. Demnach bietet es sich, bei vorliegender Nährstoffunterversorgung den Mangel auszugleichen und Deinem Körper durch hochwertige Nahrungsergänzungsmittel wie Frummi und eine gesunde Ernährung ausreichend Vitamine, Mineralstoffe sowie Spurenelemente zu geben. Liegt eine Medikamentenreaktion vor, empfiehlt sich ein Wechsel des Arzneimittels, wenn möglich. Bei Stress oder Leistungsdruck solltest Du versuchen, aktive Entspannungsübungen oder ein langfristig verbessertes Stress-Management zu verfolgen und bei einer fehlerhaften Haarpflege bieten sich hochwertige Produkte in Kombination mit nützlichen Pflegetipps an, damit der Haarverlust ab 30 nach und nach verschwindet. Beachte hier, dass sich der Organismus erst wieder auf die optimale Nährstoffzufuhr oder Anpassungen der auslösenden Faktoren einstellen muss. Es könnte daher einige Zeit dauern, ehe sich neue Haarfollikel bilden und Du den Haarausfall hinter Dir lässt. 

Bei dem kreisrunden Haarverlust und vor allem bei der erblichen Variante sind die Aussichten dagegen weniger positiv. Die androgenetische Alopezie gilt als nicht reversibel und kann darum nicht vollständig aufgehoben werden. Dagegen liegt der Fokus darauf, den Verlauf einzugrenzen, vielleicht sogar zu stoppen und dazu beizutragen, dass sich die sichtbaren Anzeichen nicht verschlimmern. Meist kommen hierzu Medikamente zum Einsatz, die der Dermatologe verordnet, darunter Minoxidil oder Finasterid. Gelegentlich wird zudem Kortison verabreicht.

Eine andere Strategie gegen den Haarverlust ab 30 wäre eine topische Immuntherapie (besonders bei kreisrundem Haarausfall), die versucht, die Fehlfunktionen der Abwehr aufzuheben, eine Mesotherapie für die Injektion von Wachstumsfaktoren oder eine Laserbehandlung.

Sicherlich solltest Du auch bei diesem Haarverlust auf eine gesunde Lebensweise und die Stressreduktion achten. Andernfalls könnte sich noch ein diffuser Haarverlust einschleichen, der die gesamte Situation verschlimmert.

Sollte keines der herkömmlichen Mittel gegen Haarausfall helfen, bliebe als letzte Option noch die Haartransplantation, bei welcher Haare aus den verbliebenen Strukturen am Hinterkopf entnommen und an die betroffenen Stellen transplantiert werden. Dieses Verfahren kostet je nach Aufwand bis zu 10.000 Euro und wird von den Krankenkassen meistens nicht übernommen. Heutzutage gibt es immer modernere Methoden, bei denen die Haarverpflanzung zum Teil sogar durch einen Roboter vollzogen wird. Je nach Aufwand dauert die Transplantation etwa 3bis 6 Stunden und findet unter örtlicher Betäubung statt. Es gibt mehrere Verfahren, darunter die Strip-Variante, bei der Haarwurzeln aus einem Hautstreifen entnommen werden, oder die Entnahme von einzelnen Haarwurzeln mittels sehr dünner Hohlnadeln (FUE).

Wer sich eher für eine konservative Möglichkeit entscheidet, den sichtbaren Haarverlust ab 30 zu kaschieren, kann sich auch passende Haarschnitte, Perücken oder Toupets wählen.

 

Haarausfall ab 30 vorbeugen

Dem Haarverlust ab 30 kannst Du zum Teil auch vorbeugen. Natürlich lässt sich nicht jede Haarausfall-Form durch Prävention verhindern. Mit einer gesunden Ernährung, ausreichend Schlaf und einer guten Haarpflege könntest Du jedoch dazu beitragen, den normalen Haarwuchs zu unterstützen. Auch vegane Nahrungsergänzungspräparate wie Frummi helfen, den normalen Nährstoffhaushalt im Organismus zu gewährleisten, was die Folgen einer Unterversorgung wie Haarverlust verhindern könnte.

So kannst Du den Haarausfall ab 30 vielleicht in seinem Ausmaß eingrenzen, während eine frühzeitige Therapie den Verlauf der Problematik womöglich stoppen kann.     

 

Von Christina Treu –

aktualisiert am 25. März 2022 

Christina Treu

Redaktion Frummi

Christina Treu schreibt seit Mai 2019 für Frummi. Sie ist ambitioniert immer die besten Quellen zu prüfen und die qualifiziertesten Texte für unsere Kunden zu verfassen.

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